Regenbogen-Mondstein ist kein echter Mondstein – Unterschied zu Orthoklas

Mondstein und Regenbogen-Mondstein werden häufig verwechselt. Doch mineralogisch sind sie nicht dasselbe: Klassischer Mondstein wird dem Orthoklas zugeordnet, während Regenbogen-Mondstein ein Handelsname für Labradorit ist. Erfahren Sie, worin sich die beiden Steine unterscheiden und wie Sie echten Mondstein erkennen.

Regenbogenmondstein ist kein echter Mondstein – so erkennen Sie den Unterschied

Ist Regenbogen-Mondstein ein echter Mondstein?

Nein. Regenbogen-Mondstein ist mineralogisch kein klassischer Mondstein. Bei dem im Handel als Regenbogen-Mondstein bezeichneten Stein handelt es sich um eine helle bis transparente Varietät des Labradorits.

Auch das international anerkannte Gemological Institute of America (GIA) erklärt ausdrücklich, dass „Rainbow Moonstone“ transparenter Labradorit ist und technisch gesehen kein Mondstein. Die Bezeichnung hat sich jedoch als Handelsname im Edelsteinhandel etabliert.

Das bedeutet nicht, dass Regenbogen-Mondstein minderwertig oder weniger schön ist. Mondstein und Regenbogen-Mondstein sind einfach unterschiedliche Feldspäte, die jeweils ihr eigenes charakteristisches Farb- und Lichtspiel besitzen.

Was ist echter Mondstein?

Klassischer Mondstein gehört zur Gruppe der Feldspäte und wird insbesondere mit Orthoklas in Verbindung gebracht. Charakteristisch ist sein besonderer Lichtschein, die sogenannte Adulareszenz. Dabei scheint ein sanfter Lichtschimmer unter der Oberfläche des Steins zu schweben.

Das GIA beschreibt Mondstein als Feldspat, dessen charakteristischer Lichtschein durch seine besondere innere Struktur entsteht.

GIA: Informationen über Mondstein

Mondstein muss übrigens nicht weiß sein. Je nach Zusammensetzung und Herkunft gibt es ihn beispielsweise in Weiß, Creme, Grau oder Pfirsichfarben.

Bei KARYSMA verwende ich für meinen klassischen Mondsteinschmuck entsprechend bezeichneten Mondstein und unterscheide ihn bewusst vom Regenbogen-Mondstein (Labradorit).

Was ist Regenbogen-Mondstein?

Regenbogen-Mondstein ist ein gebräuchlicher Handelsname für Labradorit. Auch Labradorit gehört zur großen Gruppe der Feldspäte.

Besonders beliebt ist der Stein wegen seines auffälligen Farbspiels. Je nach Stein und Lichteinfall können insbesondere blaue, aber auch weitere irisierende Lichtreflexe sichtbar werden.

Gerade dieses intensive Farbspiel macht Regenbogen-Mondstein zu einem wunderschönen Schmuckstein. Die Bezeichnung „Regenbogen-Mondstein“ kann allerdings den Eindruck erwecken, es handele sich lediglich um eine besondere Variante des klassischen Mondsteins. Mineralogisch ist diese Gleichsetzung nicht korrekt.

Deshalb bezeichne ich bei KARYSMA Regenbogen-Mondstein zusätzlich als Labradorit, damit nachvollziehbar bleibt, welcher Stein tatsächlich verarbeitet wurde.

Mondstein und Regenbogen-Mondstein – was ist der Unterschied?

Der wichtigste Unterschied lässt sich einfach zusammenfassen:

Klassischer Mondstein: insbesondere mit Orthoklas verbunden – typisch ist die weiche, schwebend wirkende Adulareszenz.

Regenbogen-Mondstein: Labradorit – häufig mit deutlich ausgeprägten, insbesondere blauen oder irisierenden Lichtreflexen.

Beide gehören zur Feldspatgruppe, sind aber mineralogisch nicht derselbe Schmuckstein.

Wie kann man echten Mondstein erkennen?

Allein anhand eines Fotos lässt sich ein Schmuckstein nicht immer zuverlässig bestimmen. Einige Merkmale können jedoch Hinweise geben.

Klassischer Mondstein zeigt häufig einen eher sanften, flächig oder schwebend wirkenden Lichtschein. Regenbogen-Mondstein beziehungsweise Labradorit kann dagegen deutlich kräftigere, oftmals blaue und teilweise mehrfarbig irisierende Reflexe zeigen.

Wer gezielt klassischen Mondstein kaufen möchte, sollte deshalb nicht nur auf die Produktbezeichnung „Mondstein“ achten. Hilfreich ist die Frage:

Welche mineralogische Bezeichnung hat der verwendete Stein?

Steht bei einem Schmuckstück Regenbogen-Mondstein (Labradorit), handelt es sich nicht um klassischen Mondstein auf Orthoklas-Basis.

Warum die genaue Bezeichnung beim Schmuckkauf wichtig ist

„Regenbogen-Mondstein“ ist ein etablierter Handelsname und daher im Schmuckhandel durchaus üblich. Problematisch wird es erst, wenn für Käuferinnen und Käufer nicht mehr erkennbar ist, welchen Stein sie tatsächlich erhalten.

Bei KARYSMA ist mir deshalb eine möglichst eindeutige Bezeichnung wichtig:

Mondstein (Orthoklas) und Regenbogen-Mondstein (Labradorit) werden voneinander unterschieden.

Die verwendeten Edelsteine und Perlen meines Sortiments werden außerdem im Rahmen der Gemmologisch Kontrollierten Steinqualität (GKS) geprüft.


Gibt es Mondstein in verschiedenen Farben?

Ja. Klassischer Mondstein ist nicht ausschließlich weiß. Bei KARYSMA finden Sie beispielsweise Mondsteine in weiß, pfirsich, braun und grau
Gerade die natürlichen Farbunterschiede und Einschlüsse machen jedes Schmuckstück zu einem Unikat.

Warum ist die Unterscheidung Mondsteine oder Regenbogen-Mondstein (Labradorit) so schwierig?

Mondstein und Regenbogenmondstein können sich auf den ersten Blick erstaunlich ähnlich sehen. Besonders bei weißen, polierten Steinen sind die Unterschiede mit bloßem Auge – und erst recht auf einem Foto – nicht immer eindeutig zu erkennen. Farbe, Transparenz und Schimmer können je nach Stein, Lichteinfall und Betrachtungswinkel unterschiedlich wirken. Ein Regenbogenmondstein muss beispielsweise keineswegs einen deutlich blauen Schimmer zeigen. Deshalb lässt sich allein anhand des Aussehens nicht zuverlässig bestimmen, ob es sich um echten Mondstein (Orthoklas) oder den als Regenbogenmondstein bezeichneten Labradorit handelt. Eine gemmologische Prüfung schafft hier deutlich mehr Sicherheit. Genau aus diesem Grund lasse ich die bei KARYSMA verwendeten Edelsteine fachkundig prüfen und GKS-zertifizieren.

  • Darstellung und Vergleich Regenbogen-Mondstein Labradorit und Mondstein Orthoklas
    Darstellung und Vergleich Regenbogen-Mondstein (Labradorit) und Mondstein (Orthoklas)

Fazit: Regenbogen-Mondstein ist Labradorit

Regenbogen-Mondstein ist ein schöner und beliebter Schmuckstein – mineralogisch handelt es sich jedoch um Labradorit und nicht um klassischen Mondstein.

Der Handelsname „Regenbogen-Mondstein“ ist etabliert und wird international verwendet. Wer jedoch gezielt klassischen Mondstein sucht, sollte auf die mineralogische Bezeichnung achten.

Bei KARYSMA unterscheide ich deshalb bewusst zwischen Mondstein (Orthoklas) und Regenbogen-Mondstein (Labradorit). So können Sie beim Kauf nachvollziehen, welcher Stein in Ihrem Schmuckstück verarbeitet wurde.


Geschrieben von Marion Kary, Inhaberin KARYSMA®

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